• Die Grundschule und Mittelschule Lauterhofen ist auch dieses Jahr wieder Umweltschule

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          Bereits zum 6. Mal erhielt die Grundschule und Mittelschule Lauterhofen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“. Diesen Titel, der vom Landesbund für Vogelschutz verliehen wird, erhalten Schulen, die sich im Besonderen für den Naturschutz im Umfeld der Schule engagieren. Themen wie die biologische Vielfalt in der Schulumgebung oder der Umgang mit Plastik standen im vergangenen Schuljahr auf dem Programm. Daneben wird auch immer ein schulinternes Vorhaben realisiert. Bei uns sind das – wie jedes Jahr – unsere Bienen, die wir schon seit einiger Zeit durch unsere Umwelt AG betreuen. Auch dieses Jahr steht die Artenvielfalt rund um das Schulgelände im Mittelpunkt. Eine Vogelhecke, Insektenhotels und eine Trockenmauer sind geplant.

           

          Umweltministerin Scharf zeichnet 320 mittelfränkische und oberpfälzische Umweltschulen aus. Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die mind. zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Darunter befindet sich auch unsere Schule. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. koordiniert diese Auszeichnung, die in diesem Jahr an der Hans-Scholl-Realschule in Weiden stattfand.

           

           

          Dokumentation Umweltschule 2019/2020

           

          Beschreibung „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“

           

          In dem vergangenen Schuljahr konnten von unserer Schule trotz Unterrichtsunterbrechung einige Aktivitäten zur Förderung und Erhöhung der biologischen Vielfalt in der Schulumgebung durchgeführt werden, wenn auch nicht alle bis zum jetzigen Zeitpunkt abgeschlossen sind.

           

          1. Blumenzwiebeln pflanzen

           

          Zur Gestaltung der Schulumgebung wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Blumenzwiebeln gepflanzt. In diesem Schuljahr wurde der Fokus noch stärker auf Arten gelegt, die als Nahrungsquelle für Insekten dienen (Krokusse, Lauch-Arten). Im Herbst wurden somit über 100 Zwiebeln der verschiedenen Arten vergraben.

           

          2. Vogelfütterung im Winter

           

          Die Kombiklasse 3/4 und die 4. Klasse kümmerten sich gemeinsam um die Befüllung des Futterhäuschens im Winter. Dazu erstellten sie einen Futterplan, um eine regelmäßige Bestückung zu gewährleisten.

           

          3. Insektenhotels

           

          Wie in vergangenen Berichten erwähnt bekommt die Schule für die Schulgarten-AG und die Umwelt-AG ein Gartenhaus. Von dem Haus ist zwar erst die Bodenplatte betoniert, nichts desto trotz machten wir uns schon jetzt über eine ökologisch wertvolle Gestaltung Gedanken. Dazu haben wir quaderförmige ca. 15x15x15 große Hotels gebaut. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass jede/jeder ihr/sein "eigenes" Insektenhotel erstellen konnte. Die Form war vorgegeben, die Wahl des Nistmaterials und der Farbe lag aber in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler. Diese einzelnen Hotels sollen dann bei Fertigstellung des Gartenhauses an einer Wand des Hauses angebracht werden. Dieses große Hotel kann dann später erweitert werden.

           

          4. Anlage von Blühstreifen

           

          Durch den Einsatz aller Schülerinnen und Schüler konnte an unserem Weihnachtsmarkt Einnahmen erzielt werden, die es uns erlaubten mit zwei Landwirten aus der Umgebung Blühstreifen auf deren Felder anzulegen.

           

          5. Herstellung von Vogelfutter-Tassen

           

          Die 7. Klasse stellte aus alten Tassen Vogelfutter-Behälter für die Winterfütterung her. Diese Tassen wurden von den beteiligten Schülerinnen und Schüler zuhause aufgehängt.

           

          Bezüge zur nachhaltigen Entwicklung

           

          Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die biologische Vielfalt in der Schulumgebung zu steigern. Die gepflanzten Blumenzwiebeln sind mehrjährig und vermehren sich, dadurch verbessert sich Nahrungssituation für Insekten in der Zukunft nachhaltig. Auch die Winterfütterung sorgt für das Überleben vieler heimischer Vögel. Nistmöglichkeiten für Insekten zu schaffen, bedeutet ebenfalls eine ökologische Aufwertung. Da das Nistmaterial über einen längeren Zeitraum für Wildbienen zur Verfügung steht und nicht jedes Jahr erneuert werden muss, ist eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet.

           

          Einfluss der Schülerinnen und Schüler auf die Projektentwicklung

           

          Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich für die Winterfütterung verantwortlich. Sie erstellten einen Fütterungsplan und kontrollierten und befüllten regelmäßig das Futterhaus. Die Gestaltung der Insektenhotels und die Wahl des Nistmaterials erfolgten ebenfalls durch die beteiligten Schülerinnen und Schüler. Auch beim Basteln, Bauen oder Kochen der Verkaufswaren für den Weihnachtsmarkt bzw. beim Aufbau der Stände beteiligten sich alle Schülerinnen und Schüler mit großem Engagement. Im Bewusstsein, dass die eingenommenen Beträge soziale und ökologische Projekte unterstützen sollen, zeigten sich alle Schüler besonders eigenverantwortlich.

           

          Beschreibung „Schulgarten und Schulimkerei“

           

          Schulgarten-AG und Umwelt-AG finden seit Jahren regelmäßig 2stündig alle 14 Tage statt. Die Umwelt-AG ist dabei hauptsächlich für die Betreuung der schuleigenen Bienenvölker verantwortlich. Alle Tätigkeiten eines Imkers werden von den Schülerinnen und Schülern in einem regulär ablaufenden Schuljahr durchgeführt. Leider konnten wir in diesem Schuljahr nur die im letzten Jahr ausgetauschten Beuten reinigen und mit Leinöl witterungsbeständig behandeln. Außerdem lernten die Schülerinnen und Schüler viele theoretische Grundlagen des Imkerns kennen. Auch die Schulgarten-AG fand wegen der Corona bedingten Unterbrechung nur eingeschränkt statt. Bis jetzt wurden die Hochbeete bepflanzt und die Kräuterschnecke gepflegt. Die Ernte sowohl im Schulgarten als auch bei den Bienen war in diesem Schuljahr leider nur durch die beteiligten Lehrkräfte möglich.

           

          Bezüge zur nachhaltigen Entwicklung

           

          Schulgarten und Schulimkerei haben in erster Linie eine ökologische Dimension. Vor allem durch den bienenfreundlichen Ausbau der Schulumgebung erreichen wir eine höhere ökologische Vielfalt. Beispielhaft soll hier die Bepflanzung mit Sträuchern oder das Setzen von Blumenzwiebeln angeführt werden. Auch im Schulgarten - vor allem in der Kräuterschnecke - wird auf Pflanzen gesetzt, die nicht nur in der Küche gut schmecken, sondern auch als Nahrungsquelle für Insekten dienen. Mit dem weiteren Ausbau dieser beiden Standbeine unserer Umweltschule, ist die Nachhaltigkeit dieser Projekte gesichert. So wurde heuer die Bodenplatte des Gartenhäuschen erstellt. Dieses wird als "Zentrale" Umwelt-AG und Schulgarten-AG demnächst weitergebaut. Trockenmauern sollen in den nächsten Jahren als Einfassung des Areals entstehen ebenso wie ein zentraler Versammlungsort für unsere SchülerInnen für Gespräche. Somit rückt zunehmend die soziale Dimension in das Blickfeld.

           

          Einfluss der Schülerinnen und Schüler auf die Projektentwicklung

           

          Wie bereits weiter oben erwähnt, konnte die Beteiligung an den beiden Projekten in diesem Jahr nicht so erfolgen wie gewünscht. Trotzdem wurde von ihnen die Bepflanzung der Schulgarten-Beete übernommen. Auch die Reinigung und das Streichen der Beuten wurde von den SchülernInnen als wichtiger Bestandteil der Imkerarbeit erkannt und zusammen mit der beteiligten Lehrkraft geplant und durchgeführt.

           

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